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Bundesvereinigung Liberale Senioren

Bundesdelegiertenversammlung der Liberalen Senioren am 21.10.2017 in Kassel (S.2)

Für den stellvertretenden Bundesvorsitz kandidierten Brita Schmidt-Tiedemann (Hamburg), Dr. Wolfgang Allehoff (Baden-Württemberg) und zur Wiederwahl Eckart George (Sachsen). Im ersten Wahlgang gab es eine Stimmengleichheit für Dr. Allehoff und George. In der Stichwahl setzte sich Eckart George dann mit 2 Stimmen Vorsprung durch. Brita Schmidt-Tiedmann zog daraufhin ihre Kandidatur zurück. Dr. Wolfgang Allehoff wurde als weiterer gleichberechtigter Stellvertreter gewählt. Nora Jordan-Weinberg (Baden-Württemberg) erhielt für ihre Arbeit als Schatzmeisterin viel Lob und bleibt in dieser Funktion im Bundesvorstand. Auch der bisherige Schriftführer Dirk-Heinrich Heuer (Niedersachsen) bleibt im Amt – sogar mit 100% Unterstützung. Als Beisitzer wurde der soeben wieder in den Deutschen Bundestag zurückgekehrte Manfred Todtenhausen (NRW) neues Vorstandsmitglied. Jürgen Creutzmann (Rheinland-Pfalz) als ehemaliger Abgeordneter des Europaparlaments hält den Kontakt zu Brüssel und Horst Friedrich (Bayern), ehemaliges Mitglied des Bundestages, verstärkt die Vorstandsarbeit in den nächsten zwei Jahren.

Der Bundesvorsitzende dankte Nicole Bracht-Bendt (Niedersachsen), die auf eine erneute Kandidatur zur stellvertretenden Vorsitzenden verzichtete, Norbert von Thienen (Hamburg) und Rheinhild Sachtleben (NRW) für ihre langjährige intensive Mitarbeit. Detlef Parr würdigte Rheinhild Sachtleben als liberale Frau der ersten Stunde und Urgestein der Liberalen Senioren. Mit sanfter Hartnäckigkeit und ihrem couragierten Auftreten mit Herz habe sie Außerordentliches für die Älteren geleistet. Sie sei und bleibe ein großes Vorbild.

Die Delegierten verabschiedeten mit großer Mehrheit die „Kasseler Erklärung“, mit der die Liberalen Senioren die aktuellen Gespräche in Berlin begleiten wollen. Darin freuen sie sich zunächst über die Rückkehr einer starken Stimme für die soziale Marktwirtschaft in den Bundestag. Die Digitalisierung solle auch als Chance für die Älteren vermittelt werden. Das Grundgesetz als Wertekanon für unser gesellschaftliches Zusammenleben sei nicht verhandelbar, die dort formulierten „Gebote“ müssten für alle in Deutschland lebenden Menschen verbindliche Handlungsleitlinien sein. Zum sozialen Profil gehöre ein aus liberaler Verantwortung gespeistes Pflegekonzept mit mehr Zeit und Zuwendung für eine menschenwürdige Pflege. Die verfehlte Migrationspolitik vom Herbst 2015 müsse schnell durch ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild korrigiert werden, das Asylbewerber, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten und fachlich benötigte Einwanderer deutlich unterscheidet. Die erhöhten Kosten der Energiewende belasteten bisher ausschließlich die Verbraucher, besonders die älteren. Deshalb sei ein Stopp der planwirtschaftlichen Maßnahmen dringend erforderlich und in Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn marktwirtschaftliche Lösungen zu erarbeiten. Schließlich sei ein Zusammenspiel von Jung und Alt im Interesse aller Generationen und schaffe einen generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, der besonders bei der Auseinandersetzung mit Heilsversprechen vom rechten und totalitären Tendenzen vom linken Rand von besonderer Bedeutung sei.


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